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    Porträt der neuen Pfarrerin in Appenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim

    „Der Glaube ist meine Kraftquelle“

    H.Wiegers

    Eben war Sie doch noch Studierende. Pfarrerin Verena Reeh bringt vielfältige Erfahrungen in ihr neues Amt mit und geht gerne auf die Menschen zu. Wir wünschen Ihr Segen für Ihre erste Pfarrstelle!

    H.Wiegers

    Eigentlich hat sie ja noch Urlaub, denn bis zu ihrer Ordination und Einführung in ihr Amt als neue Pfarrerin in den evangelischen Kirchengemeinden Appenheim, Ober- und Nieder-Hilbersheim sind es noch einige Wochen. Dennoch ist die neue Pfarrerin der drei „Bergdörfer“, Verena Reeh, die am 8. Juni mit einem Festgottesdienst vom Propst für Rheinhessen und das Nassauer Land, Dr. Klaus-Volker Schütz, ordiniert werden wird, an diesem Vormittag schon ins Appenheimer Gemeindebüro gekommen. 

    An diesem Donnerstag steht nämlich die Anmeldung der neuen KonfirmandInnen der drei Kirchengemeinden an und das möchte die 35jährige Theologin auf keinen Fall verpassen, schließlich werden das „ihre“ KonfirmandInnen, die erste Generation, die sie auf die Konfirmation vorbereiten wird. Farbe für ihr neues Büro hat Verena Reeh auch gleich mitgebracht, dazu noch einen Staubsauger und allerlei weitere Dinge, die sie in ihrer Wohnung, die sie in Appenheim beziehen wird, brauchen kann.

    Ein E-Bike hat die gebürtige Odenwälderin angeschafft, mit ihm kann sie die wenigen Kilometer zwischen ihren drei Gemeinden gut bewältigen, ist aber im Vergleich zum Auto doch wesentlich präsenter und ansprechbarer. „Ich bin sehr aufgeschlossen, gehe gern auf Menschen zu“, erklärt die junge Frau, möchte aber trotz ihres Elans erst einmal schauen, was die Bedürfnisse in ihren neuen Kirchengemeinden sind, die schließlich drei Jahre lang eine vakante Pfarrstelle überstehen und dabei auch viel Eigeninitiative zeigen mussten.

    Für Verena Reeh ist die Zusammenarbeit mit vielen Menschen kein Problem, schließlich ist die frühere Leistungssportlerin als leidenschaftliche Fußballspielerin, die es bis zur Hessenauswahl brachte, eine leidenschaftliche Teamplayerin. Was sie jetzt schon freut, ist dass es in allen drei Gemeinden Kindergottesdienste und eine lebendige Jugendarbeit gibt: „Die Kinder- und Jugendarbeit ist das Rückgrat einer Gemeinde, bringt frischen Wind mit sich und stiftet Hoffnung auf die Zukunft.“ Besonders ist der jungen Theologin die Vorfreude auf gemeinsam mit anderen gestaltete Gottesdienste anzumerken. „Mir ist mein Glauben selbst Kraftquelle“, erklärt sie, nicht ohne Grund hatte sie in ihrer Vikariatszeit auf ihrer Arbeitsmappe den Spruch stehen: „In dir muss brennen, was du in anderen entfachen willst“. 

    Reeh ist der Überzeugung, dass ihr beruflicher Werdegang, der zunächst eine Banklehre, ein Lehramtstudium mit einer Nebentätigkeit als Vertretungslehrerin und dann erst das Theologiestudium in Marburg, Leipzig und Heidelberg umfasste, ihr jetzt zugute kommt. „Diese Umwege waren nötig, um mich klar für das Pfarramt zu entscheiden. Von dem Wissen, das ich als Bankkauffrau und Lehramtsstudentin erworben habe, werden auch meine Gemeinden profitieren“. Außerdem war sie bereits mit 18 Jahren im Kirchenvorstand, dann Mitglied des Dekanatssynodalvorstandes des Dekanates Odenwald, lange Jahre Prädikantin und während des Theologiestudiums Vertreterin vom Rat der Vikarinnen und Vikare bei der Landessynode der EKHN und kennt sich deshalb auch in kirchenpolitischen Fragen aus. 

    Nichtsdestotrotz sind ihr auch Seelsorge- und Hausbesuche wichtig. Gerne besuchte sie während Ihres Vikariates ältere Menschen, hörte ihnen zu und entwickelte als Projekt einen Sonntagsnachmittagstreff für Alleinstehende. Welche Arbeitsschwerpunkte es in Appenheim, Nieder- und Hilbersheim für sie geben wird, dass soll erst 2020 im Rahmen einer Pfarrdienstordnung in Kooperation mit den Gemeinden gemeinsam geplant  und erarbeitet werden. Doch jetzt freut sich die junge Pfarrerin erst einmal auf ihre Ordination am 8. Juni in der Ober-Hilbersheimer Kirche. Ein bisschen Aufregung ist auch dabei, denn „meine Ordinationspredigt wird gleichzeitig auch die erste Predigt als Pfarrerin in meinen neuen Gemeinden sein“.

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