Das Berufsportal der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

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Das Berufsportal der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)

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    Was macht man als Gemeindepädagogin /-pädagoge?

    Bereits die Berufsbezeichnung beschreibt Aufgabe und Ziel zugleich. Die Mitarbeitenden sind Pädagogen, haben aber gleichzeitig auch eine fundierte theologische Ausbildung. Sie initiieren und begleiten Lern- und Bildungsprozesse in Gemeinde, den Regionen (Dekanaten) und Kirche.

    Gemeindepädagogik ist als eigenständige Disziplin noch jung. Vor etwa 40 Jahren begann sich der Beruf des Gemeindepädagogen / der Gemeindepädagogin zu etablieren. Er verschränkt mehrere wissenschaftliche Teildisziplinen. Für die Gemeindepädagogik ist der Dialog zwischen Sozial- und Humanwissenschaften und Theologie kennzeichnend. Der Begriff „Gemeinde“ verweist auf einen bestimmten Lernort; der Begriff „Pädagogik“ verweist auf den inhaltlichen Kern gemeindepädagogischer Arbeit als der pädagogischen Wahrnehmung und Gestaltung von Lern- und Bildungsprozessen. Im Zentrum steht der Zusammenhang von Leben, Glauben und Lernen  - mit Blick auf alle Altersgruppen und  über die Kirchengemeinde hinaus. 

    Die Aufgaben sind vielfältig. Mit folgender Aufzählung an Fähigkeiten wird ein allgemeines Kompetenzprofil von Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen beschrieben:

    • Sie initiieren religionspädagogische Lern- und Bildungsprozesse, planen und gestalten didaktisch und methodisch.
    • Sie gehen religiöse Fragestellungen alters- und zielgruppengerecht an.
    • Sie erfassen Gruppenprozesse, begleiten und werten aus.
    • Sie nehmen Organisationen in ihrer Vielschichtigkeit wahr und bewegen sich darin professionell.
    • Sie erkennen die Lebenszusammenhänge ihrer Zielgruppen und analysieren ihre Lebenslagen, beleuchten und reflektieren diese theologisch, erkennen und erschließen Entwicklungschancen.
    • Durch ihre Arbeit mit anderen Berufsgruppen und Organisationen vernetzen und kooperieren sie.
    • Sie verantworten ihre Arbeit konzeptionell und binden sie in größere Zusammenhänge ein.
    • Sie setzen immer wieder gemeindepädagogische Impulse in der Konzeptentwicklung für Gemeinde und Dekanat.

    Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen erwerben durch Studium sowie Fort- und Weiterbildung vielfältige Kompetenzen, um auf die vielfältigen Anforderungen der Berufspraxis zu reagieren:

    • Sie reflektieren sich und ihre Arbeit selbstkritisch. 
    • Sie setzen sich mit ihrem eigenen Glauben auseinander und können ihre Position vertreten.
    • Sie arbeiten eigenständig mit biblischen Texten, betrachten diese theologisch und legen sie auf ihren und den Alltag ihrer Zielgruppe aus.
    • Sie vermitteln die Grundlagen des christlichen Glaubens, leben Formen evangelischer Spiritualität vor und tragen so zu einem lebendigen gottesdienstlichen Leben der Gemeinde bei.
    • Sie begleiten Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und Krisen seelsorglich, beraten kompetent und organisieren Einzelhilfen. 
    • Sie verfügen über eine Leitungskompetenz, sie analysieren Konflikte und bewältigen diese mit professionellem Konfliktmanagement. 
    • Sie haben eine ausgebildete Kommunikationskompetenz, welche es ihnen ermöglicht, Prozesse zu moderieren und auf einer Metaebene zu reflektieren. 
    • Sie betreiben Projektmanagement, präsentieren das Arbeitsfeld und setzen es in der Öffentlichkeitsarbeit um. 
    • Sie verfügen über eine interkulturelle, interreligiöse und ökumenische Kompetenz, welche es ihnen ermöglicht, mit anderen Kulturkreisen, Religionen und Konfessionen zusammenzuarbeiten und gemeinsame Projekte durchzuführen. 
    • Sie sind in der Lage Zusammenhänge aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, diese abzuwägen und lösungsorientierte Strategien zu entwickeln.

     

     

     

     

     

     

     

     

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