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Zugänge zur Promotion

Wer evangelische Theologie studiert hat, kann auch promovieren. Und wie kommt man zum Promovieren? Und wie überhaupt zu einem Thema? Die Wege sind ganz unterschiedlich.

Worüber kann man eine Promotion schreiben?

Jedes der theologischen Fachgebiete reizt auf unterschiedliche Weise zu vertieftem Forschen. Themenfelder und spezifische Forschungsfragen können sich von Hausarbeiten während des Studiums eröffnen, durch besuchte Vorträge oder Tagungen oder durch einen wissenschaftlich neuen Blick auf ein bekanntes Themengebiet. Und nicht zuletzt entstehen eigene Fragen für die Forschung im Austausch mit Kommilitonen und Kommilitoninnen, mit anderen geistes-, kultur- und naturwissenschaftlichen Fächern, mit Gegenwartsfragen oder kirchlichen und gesellschaftlichen Gegenwartsherausforderungen.

Wer forscht, ist im denkerischen Gespräch mit anderen.

Einige Promotionsthemen der letzten Zeit:

Seelsorge mit alten Menschen im Pflegeheim
* Die Deutung des Todes Jesu im Markusevangelium
* Psalmenrezeption in reformatorischem Liedgut
* Gerichtsvorstellungen im Matthäusevangelium als Rezeption aus den Schriften Israels
Die Trinitätslehre in der Spätphilosophie Schellings
* ...

Der ideale Zeitpunkt des Promovierens - gibt es den?

Manchmal bietet sich das Promovieren im Anschluss an ein Studium an: wenn die Examensarbeit vertieft werden kann, wenn ein Professor/ eine Professorin jemandem eine gute Stelle anbietet, wenn sich eine interessant Forschungsstelle in einem DFG-Kolleg o.ä. anbietet. 

Man kann in evangelischer Theologie auch promovieren im Anschluss an das Vikariat oder berufsbegleitend. Dann ergeben sich vielleicht aus dem Praxisfeld besondere Fragen, die zu einer Vertiefung anregen; man hat Kontakt zu einem Professor/einer Professorin gehalten durch eine Sozietät o.ä. und es bietet sich später eine Assistentenstelle an; oder an einer Universität wird eine Forschungsstelle ausgeschrieben, die zu den eigenen Spezialgebieten passt.

Alle solche Wege sind möglich.

Diese Wahlmöglichkeiten sind eine Besonderheit der theologischen Fachrichtung. Sie ergeben sich aus dem gestaffelten Ausbildungsablauf von Universität und Kirche.

Wir stellen Ihnen auf den folgenden Seiten verschiedene Verlaufsmöglichkeiten anhand von ausgewählten Interviews vor, wie und wann man promovieren kann: nach einem 1. Examen oder Uniabschluss, nach dem 2. Examen oder auch berufsbegleitend.

Finanzierungsmöglichkeiten

Auch finanzierungstechnisch gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Wer auf einer Stelle als Assistent oder Assistentin an der Universität promoviert, hat die Vor- und Nachzüge, auch dort beruflich eingebunden zu sein und „nebenbei“ auch noch zu promovieren. Das ist eine gewisse Herausforderung, beides unter einen Hut zu bringen – eine gute Vorbereitung fürs weitere Berufsleben.

Es gibt zudem verschiedene Stipendienwerke von parteinahen, wirtschaftsnahen oder kirchlichen Stiftungen. Dafür gibt es zum Teil bestimmte Voraussetzung, was Alter und Unianbindung angeht. Dafür lohnt sich ein ausführlicher Blick auf die Seite der jeweiligen Stiftungen oder Begabtenförderwerke.

Die EKHN hat mit der Hessischen Lutherstiftung ein Angebot für studierte Theologen und Theologinnen, Religionspädagogen und Religionspädagoginnen. Sie können sich bewerben unabhängig davon, ob sie im Anschluss an den theologischen oder religionspädagogischen Universitätsabschluss oder an das 2. Examen der EKHN oder das Staatsexamen mit Anstellungsperspektive in der EKHN promovieren.

Weiterhin gibt es für Absolventen und Absolventinnen des 2. Theologischen Examens der EKHN insgesamt 2 Stellen am Hans-von-Soden-Institut, Marburg.

Begleitung durch die EKHN

Die EKHN bietet denjenigen, die auf ihrer Liste der Theologiestudierenden oder im Vikariat stehen oder schon Pfarrer/Pfarrerin in der EKHN sind, Möglichkeiten des gegenseitigen Austauschs an: Einmal im Jahr findet ein Promovierendenkolleg statt. Hier kann man das eigene Projekt vorstellen, konstruktive Rückmeldungen der anderen Promovierenden dazu hören, den Kontakt zur Landeskirche pflegen. 

Schließlich stehen Oberkirchenrat Dr. Holger Ludwig und Kirchenrätin Dr. Rebecca Müller gerne als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.

Weiterer Weg

Eine Promotion ist für die meisten Stellen in der EKHN nicht erforderlich. Die EKHN hat keine besonderen Stellen oder Besoldungszuschläge für Promovierte. Aber die Kirche freut sich über Menschen, die an konkreten Punkten wissenschaftlich genaueres Hinschauen geübt haben und theologisch ausgezeichnete Fachkenntnis in den Gemeindealltag oder in übergemeindliche Stellen einbringen können.

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